Finanzen & Versicherung

Tagesgeld schont die Nerven

Nachdem die turbulenten Zeiten an den weltweiten Börsen, welche durch die so genannte Subprime-Krise ausgelöst wurden, bereits schneller beendet zu sein schienen als erwartet, ist jedoch noch immer keine wirkliche Ruhe eingekehrt. Nach wie vor fehlen von vielen betroffenen Banken genaue Zahlen zu ihren Verwicklungen in das kriselnde Geschäft mit Hypotheken-Darlehen in den USA und auch die Quartalszahlen der meisten Unternehmen stehen noch aus, durch die der Einfluss der Krise auf die Realwirtschaft erkennbar werden könnte. Nun kommen jedoch weitere Faktoren hinzu, die mehr und mehr für Unruhe sorgen. Zum einen aufgrund des noch immer sehr schwachen Dollars, zum anderen durch den immer schneller steigenden Ölpreis. Gerade diese Faktoren haben einen negativen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Wirtschaft und veranlassen viele Anleger dazu, ihr Engagement in Form von Wertpapieren zu reduzieren.

Entschließt man sich nun weniger stark in solche Anlageformen zu investieren, sollte man die frei gewordenen Gelder jedoch nicht einfach auf dem Depot- oder Girokonto belassen. Gerade in solchen Zeiten bietet sich ein Tagesgeldkonto als alternative Anlageform an, denn neben einer ansehnlichen Rendite ermöglicht das Tagesgeldkonto den täglichen Zugriff auf die Anlage, um jederzeit wieder in einen festeren Markt investieren zu können. Die Zinsen auf Tagesgeld liegen derzeit bei den meisten Banken bei über 3%, einige Direktbanken locken sogar mit deutlich über 4% Tagesgeld Zinsen. Dabei werden die Zinsen bei vielen Banken nicht nur einmal im Jahr, sondern vierteljährig oder sogar monatlich gutgeschrieben, wodurch diese Zinsgewinne schnell verfügbar sind und die Rendite aufgrund des Zinseszins-Effekts noch steigern können. Zu beachten ist jedoch, dass zwar die meisten Tagesgeldkonten der Direktbanken eine Verzinsung ab dem ersten Euro bieten, es jedoch einen Höchstbetrag gibt, bis zu dem der Zinssatz in voller gewährt wird. Solche Obergrenzen fallen in der Regel umso niedriger aus, je höher der Zinssatz an sich ist. Solche Obergrenzen liegen je nach Bank zwischen 20.000 und 500.000 Euro, andere Banken verzichten ganz auf eine solche Limitierung, bieten dafür dann aber einen etwas niedrigeren Zins. Für die Wahl eines Tagesgeldkontos spielt also nicht nur der Zins an sich eine Rolle, auch der Zeitpunkt der Zinszahlung und die Höhe der Anlagesumme sollten in einen Tagesgeldkonto Vergleich mit einbezogen werden. Kosten entstehen bei der Eröffnung eines Tagesgeldkontos dagegen bei fast keiner Bank, zumindest solange das Tagesgeldkonto online geführt wird. Allerdings verlangen manche Banken die Eröffnung eines weiteren Kontos, ohne das das Tagesgeldkonto nicht erhältlich ist. Bei der DABbank zum Beispiel ist dies ein Depotkonto, welche mit dem Tagesgeldkonto verbunden ist. Da durch das Depotkonto aber keinerlei laufende Kosten entstehen, ist dies ein Umstand den man ohne weiteres akzeptieren kann.

Infos zum Autor "netnut":
Alexander Bertram
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