Finanzen & Versicherung

Tagesgeld höher verzinst als Festgeld

Noch immer verharren nicht wenige Anleger in dem Glauben, dass eine langfristige Anlage eine höhere Rendite abwirft als eine kurzfristige. Im verzinslichen Bereich ist dies aktuell allerdings nur begrenzt der Fall. Ein genauerer Blick auf die Zinskonditionen der Banken macht schnell klar, dass die Zinskurve des aktuellen Marktumfeldes nahezu horizontal verläuft, was mit anderen Worten bedeutet, dass der Markt lange Bindungsfristen nicht honoriert. Auch mit einer Anlage in Festgeld kann also derzeit keine höhere Rendite erzielt werden, selbst wenn ein Festgeld Konto mit einer Laufzeit von zwei oder drei Jahren gewählt wird.

Folglich sollten Anleger im Sinne der Portfolio-Optimierung nach Zinsanlagen Ausschau halten, die hinsichtlich der Liquidität günstiger sind. Tagesgeld kann hier eine mögliche Variante darstellen. Diese Anlageform verdankt ihre Bezeichnung dem Umstand, dass die Einlagen auf einem so genannten Tagesgeldkonto täglich abrufbar sind. Tagesgeldkonten können Interessenten mittlerweile bei sehr vielen Kreditinstituten eröffnen.

Transaktionen zu diesem Konto werden gegen das Girokonto der Hausbank abgewickelt. Mittels einfacher Inlandsüberweisungen können die Bestände auf dem Tagesgeldkonto also binnen kürzester Zeit verfügt werden. Die Verzinsung jedoch ist nicht mit der auf dem Girokonto zu vergleichen. Im Durchschnitt können Anleger rund vier bis fünf Prozent im Jahr erzielen, was nicht nur einem Inflationsausgleich entspricht, sondern eine attraktive Rendite darüber hinaus.

Da es nicht nur eine wachsende Zahl an Anbietern auf dem Markt für Tagesgeld gibt, sondern die Angebote der einzelnen Banken sich im Zeitverlauf auch regelmäßig ändern, lohnt eine Recherche vor der Kontoeröffnung. Im Internet kann ein Tagesgeldvergleich durchgeführt werden, mit dem der aktuell beste Anbieter herausgefunden werden kann.

Hier sollten Anleger nicht nur auf den Zinssatz achten, mit der die Bank die Einlagen zu verzinsen anbietet, sondern auch einen genaueren Blick ins Kleingedruckte werfen. So sollten die Konditionen auch für einen möglichst langen Zeitraum, idealerweise ein Jahr, gewährt werden. Auch fallen bei einem guten Anbieter keine Kosten für die Eröffnung bzw. die Führung des Tagesgeldkontos an. Dies sollte natürlich auch der Fall sein, wenn das Tagesgeldkonto einmal nicht genutzt wird und auch für die Schließung von Tagesgeldkonten sollten keine Gebühren seitens der Bank erhoben werden.

Die Antragsprozedur hält sich im Hinblick auf den Zeitaufwand in erträglichen Grenzen. Ein Antragsformular wird zusammen mit einer Ausweiskopie an die erwählte Bank gesendet. Zusätzlich muss auf dem nächsten Postamt noch eine kurze Identitätsprüfung durchgeführt werden. Der gesamte Ablauf einer Kontoeröffnung kann in der Regel binnen weniger Tage, höchsten aber ein bis zwei Wochen abgewickelt werden. Dieser etwas längere Zeitraum vom Tag der Kontobeantragung bis zur Möglichkeit der ersten Nutzung entsteht durch den zeitlich versetzten Versand der Unterlagen und Zugangsdaten, wie man es zum Beispiel auch von einer EC-Karte kennt.

Infos zum Autor "netnut":
Alexander Bertram
E-Mail: artikel(at)netnut.de
Web: http://

Die 5 neusten Artikel Die 5 beliebtesten Artikel